Die Geschichte von Sugarcraft - Zuckerkunsthandwerk

Was ist Sugarcraft?

Es kann heute nicht mehr genau festgestellt werden, wann mit dem Dekorieren von Kuchen und Torten begonnen wurde.

Es gibt aber Hinweise, dass bereits 700 v. Chr. süßes Konfekt in Ägypten bekannt war. Bereits im 16. Jahrhundert kamen mit Marzipan verzierte Kuchen in Mode.

Karl II brachte 1660, aus dem französischen Exil zurückkehrend, einige seiner Lieblingskonditoren mit nach Hause. Diesen missfiel das dort übliche aufeinandergehäufte kleine Backwerk, das zu dieser Zeit als Hochzeitskuchen diente.

Sie begannen daher es mit Zuckerglasur zu überziehen und zu verzieren. Diese Methode erfreute sich in kürzester Zeit großer Beliebtheit und schon im 17. Jahrhundert wurden bereits in Italien die ersten Zuckerskulpturen kreiert.

Hochzeitskuchen haben eine lange Geschichte.
Bis ins 19. Jahrhundert hielt sich ein alter römischer Brauch bei dem Hochzeitskuchen über dem Kopf der Braut zerbröselt wurde um sie mit Reichtum der Götter segnen zu lassen. Diese Tradition wurde als "Die Krönung der Braut" bezeichnet.

Für große Feste wurden oft zwei Kuchen gebacken. Der Kuchen des Bräutigams, ein schwerer Früchtekuchen, wurde an die Gäste verteilt, während der aufwendig und schön dekorierte, leichtere Brautkuchen als Dessert serviert wurde.

Seit dem 20. Jahrhundert werden mehrstöckige Torten hergestellt. Der oberste Stock blieb oft übrig und wurde daher für die Taufe des ersten Kindes aufgehoben.

Durch die beiden Weltkriege und der darausfolgenden Lebensmittelknappheit in Europa gab es wenig Möglichkeiten bzw. Interesse dieses Kunsthandwerk fortzusetzen.

Heute ist das Dekorieren und kreieren von großartigen, phantasievollen Kuchen und Torten in vielen Ländern wie England, Südafrika und Amerika sehr gefragt und wird zu feierlichen Anlässen wie Verlobungen, Hochzeiten, Taufen, Geburtstagen, Jubiläumsfeiern, Weihnachten und Ostern serviert.

Besonders Kinder, aber auch Erwachsene sind begeistert von der Vielfalt und Schönheit der süßen Zuckerkunstwerke.